1.Tag:  Abflug ab Deutschland

über Paris mit Air Madagascar/La Réunion nach Antananarivo. Nachtflug.

2.Tag:  Antananarivo

Morgens Landung in Antananarivo, kurz Tana genannt, wo wir von unserem madagassischen Reiseleiter begrüßt werden. Tonga Soa! Willkommen in Madagaskar, der "Insel jenseits der Kontinente"! Nachdem wir uns im Hotel etwas erholt und frisch gemacht haben, brechen wir auf zum Stadtrundgang bzw. -fahrt. Mit dem Bus und zu Fuß erkunden wir diese ungewöhnliche, durch Kolonialstil und der eigenen Hochlandstilistik geprägte, etwas morbide Hauptstadt. Die Lage auf 12 Hügeln mit den vielen Reisfeldern inmitten der Stadt sowie eine herrliche Aussicht vom ehemaligen Königinnenpalast, dem Rova, lässt bei uns ie große Lust auf das madagassische Erlebnis entstehen. Übernachtung im Hotel.

3.Tag:  Antananarivo – Antsirabe

Heute fahren wir über Tana weiter durch das idyllische Hochland nach Antsirabe, dem Vichy Madagaskars. Durch sein angenehmes Klima, seine üppigen Obstanbaugebiete und einiger heißer Quellen nutzten zur Kolonialzeit hier die Beamten die Stadt als Höhenluftkurort. Die Fahrt dorthin führt auf der wichtigsten Handelsstraße Madagaskars nach Süden. Wir staunen über die verschiedensten Leckereien und handwerklichen Erzeugnisse, die am Wegesrand von den Herstellern selbst angeboten werden und können so mancher Versuchung sicher nicht widerstehen. Am Nachmittag steht eine lustige Rikschafahrt, dem Hauptverkehrsmittel der Madagassen, sowie der Besuch des bunten Marktes und einer Edelsteinschleiferei auf dem Programm. Madagaskar ist berühmt für seine phantastischen Mineralien und Kristalle, besonders die Turmaline, aber auch für versteinertes Holz, das Sammlerherzen höher schlagen lässt. Natürlich haben wir auch die Gelegenheit, etwas zu erstehen. Übernachtung im Hotel.

4.Tag:  Antsirabe – NP Ranomafana

Heute setzen wir unsere Fahrt weiter in Richtung Süden fort. Unterwegs besuchen wir eines der Bauerndörfer mit seinen typischen roten Lehmhäusern. Das zentrale Hochland wird von dem Volk der Betsileo bewohnt, die vor Jahrhunderten aus Indonesien eingewandert sind. Hier sind uralte Traditionen wie Ahnenverehrung und Geisterglaube noch sehr lebendig, vielleicht fühlen wir auch die "vibrations"? Unsere Fahrt führt uns heute zum Regenwald nach Ranomafana, einem der Highlights für Naturliebhaber. Übernachtung im Hotel.

5.Tag:  Ranomafana Nationalpark

Den ganzen Tag verbringen wir im Nationalpark mit seinen Reichtümern. Wir erkunden tagsüber den Regenwald mit seiner endemischen Flora und Fauna und begeben uns auch abends auf die Pirsch, um nachtaktive Tiere zu beobachten (Gehzeit ca. 6 Std.). Mit etwas Glück werden wir giftgrünen Geckos, schwarzroten Leopardenchamäleons, zierlichen Mausmakis, braunen Lemuren – um nur einige der Bewohner des Waldes zu nennen – begegnen. Übernachtung im Hotel.

6.Tag:  Ranomafana – Fianarantsoa – Ranohira/Isalo-Gebirge

Fahrt nach Fianarantsoa. Ein Spaziergang durch die urige Oberstadt mit herrlichem Ausblick über die gesamte Region lässt uns den morbiden Charme der kolonialen Zeit spüren. Auf der Fahrt nach Ranohira erleben wir das mächtige Andringitra-Massiv und die weiten Savannen des Horombeplateaus. Hier leben die viehzüchtenden Bara. Man sagt über sie, dass erst ein gelungener Viehdiebstahl die Männer zu richtigen Mitgliedern des Stammes macht. Ankunft in Ranohira am Rande des Sandstein-Gebirges von Isalo. Übernachtung im Hotel.

7.Tag:  Isalo-Gebirge

Fahrt zum Canyon des Singes, einer oasenhaften Schlucht am Rande des Isalo, hier beginnt unsere 2½-tägige Trekkingtour. Die Wanderung zunächst in den schroffen Canyon hinein wird uns begeistern (Gehzeit 3–4 Std.). Mit etwas Glück treffen wir auf die hier heimischen Lemuren. Übernachtung im Zelt.

8.Tag:  Isalo-Gebirge

Heute erklimmen wir auf einem kurzen Steilabschnitt (ca. 200 m) das Hochplateau und halten uns Richtung Süden. Unterwegs lernen wir die reichhaltige endemische Botanik der Trockenzonen kennen: Pachypodien und andere Sukkulenten haben sich hier optimal den Gegebenheiten angepasst. Die hauptsächlich vom Windschliff bizarr geformten Felsen bilden ein malerisches Naturphänomen (Gehzeit 6 Std.). Übernachtung im Zelt.

9.Tag:  Isalo-Gebirge

Wanderung durch phantastische Landschaften mit stetem, aber leichtem Auf und Ab weiter nach Süden zum "Piscine Naturelle", einer kleinen romantischen Flussoase, bei der wir uns beim Baden erholen und den Tag ausklingen lassen (Gehzeit 7 Std.). Übernachtung im Zelt.

10.Tag:  Isalo-Gebirge – Tulear

Eine kleine Wanderung führt uns zurück zur Straße bei Ranohira, wo wir von unserem Bus erwartet werden (Gehzeit 2 Std.). Weiterfahrt nach Tulear an der Westküste. Übernachtung im Hotel.

11.Tag:  Flug Tulear – Tana

Je nach Flugzeit haben wir eventuell am Nachmittag noch die Gelegenheit, zum Sommerpalast der Königinnen nach Ambohimanga zu fahren (fakultativ). Wer möchte, kann sich heute in den Straßenmarkt stürzen und sich mit originellen und phantasievollen Mitbringseln eindecken. Übernachtung im Hotel.

12.Tag:  Flug Tana – Diego Suarez

Auf in den Norden! Diego ist Madagaskars Rio: Malerisch an einer Bucht gelegen, mitten darin ein erloschener Vulkankegel, heiße Rhythmen sind zu hören, denn hier ist die Heimat des Salegy, jener musikalischen Stilrichtung, die Sie unmittelbar zum Mitfeiern animieren wird. Die Bevölkerung ist im Norden Madagaskars tendenziell afrikanisch-stämmig, hier leben Antakarana, die vorwiegend ostafrikanische Vorfahren haben. Aber auch indische und arabische Einflüsse sind unübersehbar in Gesichtern, Tradition und Kultur. Erkundung zu Fuß der ehemaligen Kolonialstadt. Übernachtung im Hotel.

13.Tag:  Diego – National Park Montagne d'Ambre

Mit Geländewagen machen wir uns auf zum Nationalpark am Fuße des "Bernsteinberges" inmitten einer bergtropischen Landschaft. Übernachtung im Zelt.

14.Tag:  National Park Montagne d'Ambre

Bei unseren heutigen Pirschgängen durch den Naturpark erleben wir hautnah verschiedene Lemurenarten, Chamäleons, bunte Geckos, seltene Frösche, faszinierende Insekten wie die bis zu 20 cm langen Stabheuschrecken, auch Vogelbeobachtungen bieten sich an. Zahlreiche Orchideenarten werden Botanikfreunde begeistern. Die Landschaft ist malerisch bergig und von den Baumriesen des tropischen Höhenwaldes gekrönt, auf denen bisweilen mehr als 40 andere Pflanzenarten symbiotisch residieren. Hier und da stürzt sich ein Wasserfall in die Tiefe. Abends sind wir bei der Nachtpirsch fasziniert von den Argusaugen unserer lokalen Führer, die die nachtaktiven Tiere mühelos erspähen, wo wir niemals solche Preziosen der Tierwelt vermuten würden. Übernachtung im Zelt.

15.Tag:  National Park Montagne d'Ambre – Tsingy des Nordens

Fahrt zum Wandereinstieg bei der Tsingy des Nordens, einer unglaublichen Landschaftsformation aus verkarstetem Kalkgestein: Spitze Gesteinsnadeln, bizarre Kliffs und Canyons "en miniature", diese unwirkliche Steinlandschaft verzaubert uns auf unserer 6-stündigen Wanderung zum Grünen See. Wo wir nicht mehr weiterwandern können, weil die Steine zu spitz und die Formationen unzugänglich werden, lassen wir uns von Lemuren zeigen, wie man weiterklettern könnte.... Eines der schönsten Naturphänomene, die Madagaskar zu bieten hat. Übernachtung im Zelt.

16.Tag:  Wanderung durch Canyons und Höhlen

Ein weit verzweigtes Höhlensystem unweit der Tsingy bestaunen wir auf einer weiteren Wanderung (Gehzeit ca. 4 Std.). Durch enge Schluchten und eine ausladende Höhle mit Wasserläufen, Tropfsteinen und Vegetationsinseln an den offenen Stellen führt uns unsere Wanderung in eine faszinierende Welt, deren Dimensionen hier nicht vermutet werden. Übernachtung im Zelt.

17.Tag:  Tsingy – Ankify

Eine herrliche Fahrt entlang von Kakao-, Kaffee-, Vanille- und Pfefferplantagen gibt uns Aufschluss über diese von uns im täglichen Leben gebrauchten Nutzpflanzen, deren faszinierenden Hintergründe wie Aussehen, Wachstum und Ernte uns jedoch häufig genug schleierhaft sind. Abends Ankunft in unserem Hotel am Meer. Ein erfrischendes Bad und ein Cocktail im Sonnenuntergang runden diesen Tag ab. Übernachtung im Hotel.

18.Tag:  Ankify – Nosy Komba – Nosy Be

Per Boot legen wir ab in Richtung der Inselwelt von Nosy Be. Unterwegs machen wir ausgiebig Halt auf Nosy Komba, der Lemuren-Insel. Hier haben wir Zeit für einen Spaziergang zu den Braunen Lemuren und den Mohrenmakis, die die Dorfbewohner in einem kleinen Park angesiedelt haben. Hier bekommt man sie dann auch ganz nah vor die Kamera und kann ihnen beim Füttern auch einmal ins Fell bzw. an ihre zarten Lederhändchen greifen. Hier bietet sich auch die Gelegenheit für ausgiebiges Shopping für diejenigen, die sich für phantasievolle Handwerkskunst begeistern. Weiterfahrt nach Nosy Be und Transfer in unser Hotel am Meer. Übernachtung im Hotel.

19.Tag:  Nosy Be

Möglichkeit, die kleine Schnorchelinsel Nosy Tanikely zu besuchen (fakultativ). Dieses kleine Eiland besticht durch seine puderweißen Strände, das kristallklare Wasser, das zum Baden oder Schnorcheln einlädt. Auch der Spaziergang auf den Inselhügel zum alten Leuchtturm und den Wohnbäumen der Flughunde gehören zu den Höhepunkten dieser Reise. Oder genießen Sie die tropische Urlaubsidylle mit Baden, Strandspaziergängen und einfach damit, die Seele baumeln zu lassen. Abends sollten wir uns den legendären Sonnenuntergang vom Mont Passot nicht entgehen lassen. Ein Taxi bringt uns dorthin (fakultativ). Übernachtung im Hotel.

20.Tag:  Nosy Be – Naturreservat von Lokobe

Eines der reichhaltigsten Reservate Madagaskars ist unser heutiges Ziel: Lokobe. Per Bus reisen wir zur Meeresbucht von Ambatozavavy, dort warten schon unsere Pirogen auf uns. Wir haben die Gelegenheit, das traditionelle Transportmittel der Inseln selbst zu steuern und zu rudern (unter Anleitung von erfahrenen Piroguiers) einmal quer über die Bucht ins Reservat. Die Dorfbewohner haben den Naturschatz vor ihren Hütten erkannt und gewähren uns Einblick in die schier unglaublich üppige Natur, die den Menschen hier reichlich Nahrung bietet. Verschiedene Lemuren, Chamäleons, aber auch meterlange (ungefährliche) Schlangen werden unseren Weg kreuzen. Unser lokaler Führer zeigt uns aber auch noch viele alltäglich gebrauchte Heilpflanzen, bevor die Dorffrauen uns ein leckeres Mahl bereiten. Rückkehr wieder über die Bucht mit den Pirogen und Fahrt zurück ins Hotel. Übernachtung im Hotel.

21.Tag:  Nosy Be – Tana – Rückflug

Wir werden uns heute wohl trennen müssen von diesem lieb gewonnenen Inseltraum und steigen ins Flugzeug in Richtung Deutschland. Der Abschied tut weh, aber es hilft nichts. Nachtflug über Paris nach Deutschland.

22.Tag:  Ankunft in Deutschland

Ankunft morgens in Paris. Abschied von den Reisegefährten und Weiterreise zu den gebuchten Zielen...